Der freieste aller Dichter

Der freieste aller Dichter
Produktnr.: ISBN 978-3-89733-432-8
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Werner Streletz
Der freieste aller Dichter
Unterwegs mit Robert Desnos
66 Seiten (Hardcover)
ISBN 978-3-89733-432-8

„Von allen Dichtern, die ich kannte,
war Robert Desnos der freieste, ein Poet,
der sprechen konnte, wie wenige Dichter
zu schreiben vermögen“
(Paul Eluard).

Der Autor Werner Streletz erzählt das abenteuerliche und tragische Schicksal des französischen Dichters Robert Desnos aus seiner ganz persönlichen Perspektive – sieht in ihm keine ferne Gestalt der Literaturgeschichte, sondern einen Gefährten, der mit ihm Musik hört, Verse rezitiert, seinen Alltag teilt. Die Zeiten verschieben sich, überblenden einander ... 

"„Desnos“ bezieht sich auf den französischen Dichter gleichen Namens. Er lebte von 1900 bis 1945, galt als Poet von hohen Graden im Umfeld der Pariser Surrealisten und ist heute so gut wie vergessen. Der fernen Gestalt aus anderer Zeit nähert sich Streletz’ dichterisches Ich in Form einer Freundschaftserkundung. Man erfährt einiges über den Dichter des Unbewussten, über Desnos’ Schrullen und glänzende Einfälle, aber mindestens eben so viel über Werner Streletz selbst, den kundigen Autor mit vielen Ruhrgebietsbezügen. ... Die Novelle ist textlich dicht gefasst und überrascht durch ihre feine, stets gefährdete Balance zwischen Alltäglichkeit und Grauen, etwa wenn beklemmend über Desnos’ Schicksal als KZ-Häftling in Theresienstadt berichtet wird." (J. Böbers-Süßmann WAZ v. 04.11.2017)

Werner Streletz, geboren 1949 in Bottrop, lebt in Bochum; Mitglied des PEN-Club und der Internationalen Autorenvereinigung „Die Kogge“; Veröffentlichungen (Auswahl): die Romane „Kiosk kaputt“ (2008) und „Pokalkampf“ (2009), das Theaterstück „Volkers Lied der Nibelungen“ (2011), sowie die Romane „Rohbau“ (2013) „Rückkehr eines Lokalreporters“ (2016). Mehrfach ausgezeichnet; zuletzt ist ihm 2008 für sein Gesamtwerk der Literaturpreis Ruhr verliehen worden.

 

Weitere Kritiken (Auswahl):

„Ein traurig kurzes, gleichwohl pralles Leben, das Werner Streletz auf knapp 70 Seiten destilliert. Unprätentiös, aber eindringlich die Sprache, sicher gewählt die Tempi, klug verwoben die Modi. Fiktion und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart, würde, wäre, war und ist – alles fließt, verschmilzt zum Denkbaren, zum Möglichen, vielleicht sogar Wahren. Als Leser vermag man sich diesem Sog der Erzählung kaum zu entziehen – wandert umher mit Desnos und Streletz und, ja, möchte viel mehr wissen über und lesen von diesem freiesten aller Dichter.“ Elke Jansen in der Recklinghäuser Zeitung

„Poesie kennt weder Raum noch Zeit. Und so kann der Bochumer Autor Werner Streletz problemlos in eine Dichterfreundschaft mit dem 1945 verstorbenen französischen Surrealisten Robert Desnos eintreten. Mit dieser sehr persönlichen Methode hat sich Streletz 2014 bereits dem Dichter Georg Trakl genähert. Mit dem schönen Ergebnis, dass, wie beim neuen Buch, das unerreichbare Vorbild plötzlich menschlich vor uns steht. Keine trockene, faktenorientierte Annäherung also, sondern eine zwanglose Plauderei zweier Dichter, die sich darüber einig sind: ‚Wir werden die Welt durch Poesie verändern.‘“ Walter Gödden im „Westfalenspiegel“

„Die Erzählung bietet einen klug gewählten Zugang zu dem 1900 geborenen und 1945, an den Folgen einer KZ-Haft in Theresienstadt gestorbenen jüdischen Dichter. In extremer Subjektivität identifiziert und distan­ziert der Erzähler sich in fortwährenden Schleifen mit und von Desnos, so dass beim Leser der Eindruck einer Tanzfigur entsteht, die mit einer tiefen Verbeugung des Erzählers vor dem ‚freiesten aller Dich­ter‘ endet. … Literarisch ist dies der wohl stärkste Text, den Werner Streletz bislang publizeirt hat. Heinz Kischkel auf der Homepage der Buchhandlung Janssen in Bochum

" ... Es entsteht so ein leises, ein behutsam auf Entdeckungsreise gehendes Buch, und Werner Streletz ist auch ein Schreiber der Zwischentöne, die dem Leser allerhand Interpretation erlauben. Ich entdecke so einen wichtigen Dichter französischer Sprache, erhalte auch vielschichtige Einblicke in Streletz’ Erkenntnisreisen auf Desnos’ Spuren im so anderen intellektuellen Frankreich, und, vor allem, ich lerne eine Streletz’sche Arbeitsweise kennen, mit der man sich behutsam und eindringlich dieser literarischen Herausforderung nähern kann. Ich habe mir vorgenommen; als nächstes gleich Streletz’ andere Annäherung an eine Dichterexistenz, Georg Trakl, zu lesen. " Uli Rothfuss (Präsident der Europäischen Autrenvereinigung „Die Kogge“) im Kunstportal Baden-Württemberg

Eine Besprechung von Thomas Frank in der Sendung Mosaik (WDR 3, 28.12.2017) hören Sie hier

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