Ökonomie, Mord und Planwirtschaft

Ökonomie, Mord und Planwirtschaft
Produktnr.: ISBN 978-3-89733-259-1
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Franz Peschke:
Ökonomie, Mord und Planwirtschaft
Die Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch im Dritten Reich
Aspekte der Medizinphilosophie, Band 10
2012; 797 Seiten
ISBN 978-3-89733-259-1

Franz Peschke beschreibt in seinem Buch die Geschichte der Heil- und Pflegeanstalt Wiesloch im Dritten Reich im Zeitraum von 1932/ 1933 bis 1950.
Vor allem in der Zeit bis zum Beginn des 2. Weltkriegs spielten die Auswirkungen des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses auch in der Anstalt Wiesloch eine große Rolle. Nach einer chaotischen Anfangsphase arbeitete Wiesloch mit den neu eingerichteten Gesundheitsämtern und Erbgerichten eng zusammen und hielt sich an die gesetzlichen Vorgaben. Sterilisierungen fanden bis 1944 statt. In Wiesloch wurde bei Beginn des 3. Reiches eine eigene erbbiologische Abteilung unter Dr. Schiffmann eingerichtet und 1939 unter Dr. Overhamm erneuert. Der Schriftwechsel dieser Abteilung, wie er sich in den Sippentafeln spiegelt, wird hier ausführlich rezitiert.
Mit Beginn des 2. Weltkrieges treten die Sterilisierungen zurück. An ihre Stelle treten Verschubungen von Patienten, die als „planwirtschaftliche Maßnahmen“ geführt wurden und die der „Euthanasie“, also der Ermordung der Patienten dienten. Der Autor schildert das Schicksal der Sicherungsverwahrten, der Juden, der Ost-, und Zwangsarbeiter, der Kinder, aber auch die Geschichte der so genannten Forschungsabteilung Wiesloch und der zur Euthanasie verlegten Patienten.
Das Kriegsende, die Rückgewinnung von Gebäuden für die Anstalt, die rückgekehrten Patienten, die z.B. nach Stephansfeld oder Hadamar verschubt worden waren, und die Wiedergutmachungsleistungen an in Wiesloch sterilisierten Patienten werden abschließend thematisiert.

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