Vergessen und verloren

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Produktnr.: ISBN 978-3-89733-017-7
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Bernhard FĂĽhrer: 
Vergessen und verloren
Die Geschichte der österreichischen Chinastudien
edition cathay, Bd. 42 
2001; 390 S.
ISSN 0946-2325; ISBN 978-3-89733-017-7

Vergessen und Verloren ist eine Darstellung einer regionalen Entwicklung der Chinawissenschaften, die die Zeitspanne von den Jesuitenmissionaren bis zur unmittelbaren Gegenwart umfaßt. Sie beschäftigt sich sowohl mit den in Österreich tätigen als auch mit den aus Österreich stammenden Wissenschaftlern. Neben der Entwicklung in Österreich legt der Autor besonderes Augenmerk auf das Werk der zur Emigration gezwungenen. Aber auch jene, die sich aus anderen Gründen entschlossen haben, ihre Heimat zu verlassen, sei es auch "nur", weil ihnen dort keine angemessenen Studien- oder Arbeitsbedingungen geboten wurden, werden besprochen. Bis zur institutionellen Verankerung der Sinologie in Österreich im Jahr 1972 wurde eine chronologische Ordnung gewählt, die Beschreibung ab 1972 ist als Institutionengeschichte angelegt. Die den einzelnen Wissenschaftlern gewidmeten Kapitel sind auf zwei Ebenen angelegt. Zahlreiche Archivakten, bisher unbekannte Nachlässe und unveröffentlichte Korrespondenzen sowie die Auseinandersetzung mit allerlei Selbstdarstellungen bilden den Hintergrund. Beschreibungen der wichtigsten Schriften und der verwendeten Quellen im Kontext der seinerzeitigen Chinaforschung, ihre Bedeutung für den heutigen Leser sowie die Rezeption dieser Schriften in der internationalen Sinologie bilden den Hauptteil. Sei es im Windschatten führender europäischer Sinologen oder aber als Einzelgänger, als lebenslange Schüler eines berühmten Lehrers oder als Autodidakten, eingebunden in große international angelegte Forschungsprojekte oder aber einsam in einer Bücherkammer - was in Österreich trotz der widrigen Umstände entstand, verdient Respekt und Besinnung. Respekt vor dem Bemühen der nach Kenntnis suchenden Individuen und Besinnung auf die Tatsache, daß kaum ein Beitrag geliefert wurde, der auf die Gesamtentwicklung der Sinologie Einfluß ausübte. Keines der beobachteten Phänomene kann als spezifisch für Österreich oder für die Chinawissenschaften angesehen werden. Diese Geschichte einer regionalen Entwicklung der Chinaforschung ist somit als Ausschnitt der überregionalen Fach- und Wissenschaftsgeschichte konzipiert.

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