Zwischen Sakralem und Säkularem

Zwischen Sakralem und Säkularem
Produktnr.: ISBN 978-3-89733-268-3
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Wolfgang Ommerborn:
Zwischen Sakralem und Säkularem
Bedeutung und Entwicklung religiöser Begriffe und Praktiken in China
bis zur Han-Zeit (206 v. u.Z. -220)
edition cathay, band 61
2012; 397 Seiten
ISBN 978-3-89733-268-3

In diesem Buch werden Begriffe und Praktiken untersucht, die dem Kontext des religiösen Denkens und Handelns in der chinesischen Geschichte zugeordnet werden können. Zeitlich bildet die Phase von der Shang-Dynastie (trad. 16.-11. Jh. v.u.Z.) bis zur Han-Dynastie (206 v.u.Z.-220) den Schwerpunkt. Es wird aber auch versucht, Verbindungen der entsprechenden Traditionen bis in das Neolithikum zurĂĽckzuverfolgen. Auffällig ist, dass in  diesen Traditionen eine deutliche Unterscheidung zwischen dem „Sakralen“ und „Säkularen“ häufig nicht auszumachen ist, die Ăśbergänge zwischen religiösen und weltlichen Vorstellungen und Handlungen also flieĂźend sind. Hinzu kommt, dass in der traditionellen chinesischen Kultur ein allgemeiner Terminus fehlt, der unserem heutigen westlichen Begriff „Religion“ entsprechen könnte, worauf in diesem Buch ebenfalls eingegangen wird. Um den Gegenstand „Chinesische Religion“ fassbarer zu  machen, nimmt der Verfasser den im alten China offensichtlich vorhandenen Glauben an die Existenz ĂĽbernatĂĽrlicher Wesen als ein grundlegendes Kriterium. Fokussiert werden darum Vorstellungen, Haltungen und Beziehungen der Menschen gegenĂĽber diesen ĂĽbernatĂĽrlichen Wesen. Aufgrund der hierfĂĽr besseren Quellenlage handelt es sich bei den entsprechenden Akteuren vor allem um Herrscher, Mitglieder der Herrscherfamilie, aber auch um Spezialisten wie Schamanen/innen sowie Gelehrte und philosophische Denker. In dem Zusammenhang werden einige fĂĽr den Glauben an die ĂĽbernatĂĽrlichen Wesen und die AusĂĽbung religiöser Praktiken verwendete zentrale Begriffe und Konzepte und deren Schwanken zwischen sakralen und religiösen Bedeutungen exemplarisch behandelt.