Respekt und Achtsamkeit

Respekt und Achtsamkeit
Produktnr.: ISBN 978-3-89733-144-0
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Stephanie Richarts; Philip Müller-Holtz; Jessica Wittbrock; Barbara Heller:
Respekt und Achtsamkeit
Vier Beiträge zu einer sozialästhetischen Praxis
Beiträge zur Sozialästhetik, Band 7
2006; 277 S.
ISSN 1611-1893
ISBN 978-3-89733-144-0

In den hier vorgestellten Studien von Absolventen der heilpädagogischen Fakultät der Universität zu Köln werden Themen diskutiert, die ein wichtiges Anliegen der Carl Richard Montag Stiftung für Jugend und Gesellschaft widerspiegeln: die Arbeit an einer zeitgemäßen Interpretation und Realisierung bejahender Gegenwartskonzeptionen.
Trotz ganz unterschiedlicher Themen verbindet die vier Arbeiten eine gemeinsame Vorstellung von pädagogischer Praxis, die Erziehung und Bildung als Ermutigung und Begleitung auf dem Weg zu Authentizität sieht und auf Konzepten basiert, bei denen es um Integrität und Souveränität, um die Ganzheit von Mitempfinden, Erleben, Erfahren, Verantworten und Handeln sowie um Selbstempfinden als Bestätigung von Zugehörigkeit und Richtigkeit geht.
Stephanie Richarts bearbeitet die Kleinkind- und Säuglingspädagogik Emmi Picklers und findet hier jene Haltung, die die Grundlage bildet für die Entwicklung von Vertrauen und Offenheit auch bei äußerst schwierigen kindlichen Biografien.
Philip Müller-Holtz bearbeitet das Thema „Ermutigung und Bestätigung“ als Sport- und Erlebnispädagoge, indem er die Erlebnissportart „Klettern“ in sein Konzept für den Sportförderunterricht integriert und dieses vor dem Hintergrund von Antonovskys Salutogenese-Modell diskutiert.
Einem anderen ermutigenden Ansatz widmet sich Jessica Wittbrock. Als Erlebnispädagogin erarbeitet sie die theoretischen Grundlagen für eine Interpretation der Erlebnispädagogik aus der Sicht der Resilienztheorie.
Mit dem Beitrag von Barbara Heller wird ein vierter sozialästhetischer Erfahrungsraum beispielhaft diskutiert: die Welt außerhalb unser eigenen Kultur. Mit ihrem Projekt „Auf den Spuren der Kulturen“ führt die Autorin Schüler eines 4. Schuljahres auf einer simulierten „Kulturreise“ nach Tansania mit dem Ziel, gemeinsam mit behinderten und ausländischen Kindern interkulturelle Kompetenzen im Unterricht zu erarbeiten.
Soziale Achtsamkeit, Respekt vor dem Anderen, Zivilcourage und Mut zum Widerstand neben dem Wissen um den Zusammenhang von Bewusstsein, Initiative und Überzeugung sind Merkmale einer Grundhaltung, wie sie in sozialästhetischen Begegnungsfeldern erfahren werden können. Mit den hier vorgelegten Beiträgen wird die Reihe bemerkenswerter Projekte zur sozialästhetischen Praxis fortgesetzt.